CVJM mit neuem Außengelände

Der CVJM Oberbarmen hat ein neues Außengelände bekommen. Das Knifflige daran: Die Freifläche ist eigentlich ein Innenhof ohne direkten Zugang zur Straße. Wie also sollten alle Materialien und Baugeräte dorthin transportiert werden? Wie das klappen konnte, erzählten die Mitarbeitenden von CVJM und Stadt bei der offiziellen Einweihung.

2015 hatte die Stadt einen Antrag beim Land gestellt, damit die Umgestaltung des CVJM-Hofs in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen wird. 2016 gab es die Bewilligung und Planungen konnten beginnen. „Ich freue mich sehr, dass ich selbst keine Anträge stellen musste“, gab CVJM-Geschäftsführer Bernd Schäckermann bei der Einweihung des Areals offen zu. Auch um die Bauleitung habe er sich nicht kümmern müssen. Beides habe die Stadt übernommen. Die Arbeiten selbst wurden von der Wichernhaus gGmbH durchgeführt.

Im Innenhof des CVJM Oberbarmen schwebte im Oktober 2017 ein Bagger ein. Foto: CVJM

Bauleiter Jan Schulz vom Ressort Grünflächen und Forsten war mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, zumal es sich um ein sehr anspruchsvolles Bauprojekt gehandelt habe: „Die größte Herausforderung war die Logistik. Das ganze Material musste mit einem Kran rein und später wieder raus gehoben werden. Hinzu kam der enge Raum.“ Bis auf einen kleinen Zwischenfall sei aber alles bestens gelaufen. Und selbst die zeitliche Verzögerung, dass ein Sack mit Material, den der Kran über die Dächer heben musste, sich in einer Straßenlaterne verfangen hatte, tat dem Zeitplan keinen Abbruch. Und der Zeitplan war sehr eng getaktet: „Wir hatten im Herbst 2017 vier Wochen Zeit, um hier alles fertig zu stellen. In der Zeit war der Innenhof gesperrt. Aber danach sollte er wieder für die Kinder zur Verfügung stehen.“ So konnte es dann auch geschehen, obwohl die grünen Außenteppiche, die die Hänge verkleiden, erst kurz für der Einweihung kamen. „Wir haben sie in den letzten Tagen noch verklebt“, berichtet Bernd Schäckermann.

Bezirksbürgermeisterin Christel Simon (CDU) zeigte sich bei der Eröffnung begeistert von dem schönen Gelände: „Das ist ein phantasievoll und toll gestalteter Außenbereich, in dem die Kinder sich jetzt austoben können.“ Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) sprach von einem „wunderbarem Stückchen Oberbarmen, einem Kleinod“ und verwies darauf, dass sich schon mehrere Generationen von Oberbarmern beim CVJM engagierten.

Bernd Schäckermann bot dann noch einen kurzen Rückblick: Seit 169 Jahren gibt es den CVJM Oberbarmen zwischen der Sonntag- und Normannenstraße. 2002, als Schäckermann dorthin kam, gab es „grüne Hügel, aber wenig Kinder“ im Innenhof. Dies habe sich bald geändert. Es seien viele Kinder gekommen und aus den grünen Hügeln sei die Wüste Gobi geworden. „Dann kam die Soziale Stadt“ und mit ihr der Antrag auf eine neu gestaltete Außenfläche. Seine kleine Historie schloss er mit einem Lob an die ausführende Firma, das Wichernhaus, sowie an Britta Jobst, Projektkoordinatorin Soziale Stadt bei der Verwaltung, und die Beteiligten vom Ressort Grünflächen.

Rund 80.000 Euro hat die Umgestaltung des Innenhofs gekostet. 20 Prozent der Kosten hat der CVJM als Eigenanteil übernommen, die restliche Finanzierung kam aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“.