Ein Quartier in Bewegung

Die Stadtteilkonferenzen sind immer gut besucht.

Die vom Quartierbüro organisierten Stadtteilkonferenzen erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Denn hier präsentieren ganz unterschiedliche Einrichtungen und Träger sowie das Quartiersmanagement ihre aktuellen Projekte. Zur gemeinsamen Konferenz der Stadtteile Oberbarmen und Wichlinghausen – die dieses Mal bei der Wuppertaler Tafel stattfand – waren dann auch so viele Interessierte erschienen, dass der Platz knapp wurde. Aber mit ein bisschen Stühle rücken passte es doch. Quartiermanagerin Nina Schuster moderierte die Stadtteilkonferenz gut gelaunt und gab gleich zu Anfang einen Überblick über die Neuigkeiten aus dem VierZwoZwo. Diverse Projekte seien in den vergangenen Wochen realisiert worden, unter anderem das Graffiti-Projekt, das Senioren-Sicherheitstheater und das 3. Eigentümerforum.

Nina Schuster stellte Neuigkeiten des Quartierbüros vor.

Weiter führte sie aus, dass nun die Möglichkeit bestehe, „kleinere“ Projekte über den Verfügungsfonds zeitnah, das heißt auch außerhalb der Sitzungstermine, fördern zu lassen. „Jetzt können Projekte, die unter 1000 Euro kosten, auch kurzfristig beantragt und bewilligt werden“, erklärte Nina Schuster. Voraussetzung ist aber auch hier, dass eine Beratung durch das Quartierbüro stattgefunden hat. Für das Netzwerk Integration gab Andreas Röhrig, ebenfalls vom VierZwoZwo, einen Rückblick auf das erste Familienfest des Netzwerks. Dieses war ein großer Erfolg und soll in der zweiten Juni-Hälfte 2019 wiederholt werden. Dafür sucht das Netzwerk nach einer geeigneten Location in Wichlinghausen. Außerdem möchte sich das Netzwerk umbenennen und ein eigenes Logo entwickeln. Namensvorschläge werden gern angenommen.

Patricia Knabenschuh, Koordinatorin der Sozialen Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen, ließ ebenfalls erfolgreich beendete Maßnahmen Revue passieren. Der Schulhof der Johannes-Rau-Schule, der Spielplatz Matthäusstraße und der Halstenbach Park wurden 2018 fertiggestellt. Für 2019 stehen der Schulhof Diesterwegstraße, der Zugang zur Nordbahntrasse an der Germanenstraße und die Fertigstellung des vierten Bauabschnitts im Nordpark an. Eine Einweihungsfeier wird es für das neue Stadtteilzentrum auf der Hilgershöhe geben, das in der ehemaligen Turnhalle der Gesamtschule aufwändig eingerichtet wurde. Dort zieht zudem der SKF am 1. Februar 2019 ein. Außerdem feiert die Gesamtschule 2019 ihr 30-jähriges Bestehen. Ein Termin für die Feier wird noch bekannt gegeben.

Ganz aktuell ist die Beantragung von Fördermitteln für die Umfeldgestaltung des Berliner Platzes. Dort kam es zu Verzögerungen, weil der Bahnhofsvorplatz nicht der Stadt, sondern der Deutschen Bahn gehört. Somit musste zunächst ein Vertrag zwischen Stadt und Bahn geschlossen werden, bevor für diesen Teil der Umfeldgestaltung gesonderte Gelder beantragt werden können. Die Stadt hofft nun auf die Bewilligung. Voll im Zeitplan ist hingegen der Bob-Campus-Nachbarschaftspark an der Wichlinghauser Straße. Die Straße selbst soll in absehbarer Zeit ebenfalls umgestaltet werden.

Thomas Weber präsentiert die Räume der Kindertafel.

Als stellvertretender Hausherr war Thomas Weber von der Wuppertaler Tafel natürlich bei der Stadtteilkonferenz anwesend. Er stellte die Kindertafel vor, die Kindern nicht nur ein warmes Mittagessen nach der Schule, sondern auch eine pädagogische Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr anbietet. Durch Kooperationen, beispielsweise mit der Musikschule oder dem Sterntaler Netzwerk sowie vielen Ehrenamtlichen, sei es möglich, dieses Angebot kostenfrei und niedrigschwellig zu halten. „Bis zu 25 Kinder sind im Moment täglich in der Kindertafel“, verdeutlichte Weber. Die Tafel plant, dieses Angebot auszuweiten.

Natalja Joswowitz (stehend) und Lisa Hinzmann stellten „Zuhause in Oberbarmen“ vor.

Die Anlaufstelle für EU-Zugewanderte an der Berliner Straße „Zuhause in Oberbarmen“ stellten Lisa Hinzmann (Ressort Zuwanderung und Integration der Stadt Wuppertal) und Sozialpädagogin Natalia Joswowitz vor. Sie erläuterten, dass sie mit Migrant*innen intensives Fallmanagement durchführen. Die Ziele: Arbeitsmarktintegration und Begegnung. Damit die Verständigung klappt, arbeiten Muttersprachler bei „Zuhause in Oberbarmen“. Hauptsächlich seien die Klient*innen aus Italien, Rumänien und Polen. Es gebe Sprachkurse, Bewerbungstrainings, aber auch Angebote wie ein Frauenfrühstück, Café Europa und eine Spielgruppe für Eltern mit kleinen Kindern.

Iris Colsman und Daniela Raimund erläuterten „Die Wüste lebt“.

„Die Wüste lebt“ hat sich die Färberei als Motto auf die Fahne geschrieben. Das Kommunikationszentrum erhält für dieses Projekt Fördergelder vom Innenministerium. „Wir wollen die Kraft von Kultur in den Stadtteil tragen“, fasste Iris Colsman, Leiterin der Färberei, das umfangreiche Kulturprojekt kurz zusammen. Dabei geht es darum, Menschen für Kultur zu begeistern, die bislang keinen Bezug dazu hatten. Dazu werden ungewöhnliche Aktionen angeboten, wie zuletzt eine Opernsängerin, die in einer künstlichen Baustelle an der Berliner Straße öffentlich gesungen hat. Beteiligt sind unter anderem die Künstler Daniela Raimund und Roland Brus. Am 28. November findet ab 16.00 Uhr die offizielle Auftaktveranstaltung auf dem Vorplatz der Färberei statt.

Zwei Tage vorher, am 26. November, ist ebenfalls in der Färberei die Präsentation des Mikroprojektes „Kultur im Quartier“. Daran sind Schüler*innen der Gesamtschule Langerfeld, der Hauptschule Wichlinghausen und der Hauptschule Oberbarmen beteiligt. Los geht es um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Das Mikroprojekt wird im Rahmen des Programms „Jugend stärken im Quartier“ mit Fördermitteln vom Bund und der Europäischen Union finanziert.

Der Ablaufplan fürs Bürgerbudget 2019.

Um Bürgerbeteiligung geht es der Stadt Wuppertal. Dafür wird es im nächsten Jahr wieder ein Bürgerbudget über 150.000 Euro geben. Kick-Off ist am 27. Februar. Clara Utsch stellte den Ablauf von der Ideeneinreichung bis zur Entscheidung vor. So können sich Einwohner*innen mit Projekten bewerben, die der Allgemeinheit zu Gute kommen und bis zu 50.000 Euro kosten können. Die Bewerbungen werden von der Stadt grob geprüft. Danach können Bürger*innen über ihre Top 100 abstimmen. Nach einer genaueren Prüfung wird dann erneut abgestimmt. Dazu soll es in den Quartieren „Wahllokale“ geben. Wer mehr wissen will, findet Informationen unter www.buergerbeteiligung-wuppertal.de.

Zu guter letzt stellte Herr Bunk die Hebammen- und Gesundheitssprechstunde der Diakonie Wuppertal Kinder-Jugend-Familie vor. Das Angebot richtet sich an Schwangere und Eltern von Kindern von 0-3 Jahren. Die Gesundheitssprechstunde ist jeden 2. Dienstag im Monat, die Hebammensprechstunde jeden 3. Dienstag im Monat jeweils von 10.00-12.00 Uhr in der Sternstraße 40.