Luhnsstraße feiert

Luhns Straßenfest (Foto: D. Mühlenbrock)

Eigentlich wollte Daniela Mühlenbrock nur mal mit den Nachbarn grillen. Denn so richtig kennen sich die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Wohngebiets auf dem Bergischen Plateau noch nicht. Schnell stand für Familie Mühlenbrock fest: Wenn, dann laden wir alle von der Luhnsstraße ein. Und so entstand die Idee zu einem Nachbarschaftsfest, das passend zur Fußball-WM ganz verschiedene Menschen zusammenbrachte. Finanziell unterstützt wurde das Fest über den Verfügungsfonds „Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen“.296 Haustüren gibt es in der Luhnsstraße. Die hat Martin Mühlenbrock gezählt, als er die Einladungen verteilte. Seine Frau hatte eigens für die Nachbarschaft ein neues Logo entwickelt, das nun Flyer, Plakate und T-Shirts ziert. Die Mühe hat sich gelohnt: 250 Anmeldungen fürs Fest gingen vorab bei Familie Mühlenbrock ein. Doch als es am 23. Juni nachmittags los ging, schien es, als sei die gesamte Siedlung gekommen. Gut, dass alles bestens vorbereitet war und genug Ess- und Trinkbares für alle zur Verfügung stand. Sogar für Kinderunterhaltung hatten die Organisatorinnen und Organisatoren gesorgt. Neben einer Hüpfburg war auch das städtische Spielmobil vor Ort.

Das Orga-Team bei der Eröffnung

Ein Team aus fünf Familien hatte sich um die Vorbereitung des großen Treffens gekümmert. Sie hatten sich in Orga-Einheiten aufgeteilt, die unterschiedliche Themen vorbereiteten wie Essen, Unterhaltung, Sponsoring, Werbung und Verwaltung. Unterstützung erhielten sie von Eva Lünenschloss vom Vierzwozwo Quartierbüro und vom städtischen Ordnungsamt. Seitenweise Anträge und Genehmigungen waren nötig, um die Luhnsstraße für ein paar Stunden sperren zu lassen. Tanja Hartmann hatte sich um sämtliche Anträge gekümmert, sei es beim Verfügungsfonds für die Förderung oder bei der Stadt für die Straßensperre und noch vieles mehr. „Ich habe einen dicken Ordner voll Unterlagen“, erzählt sie.

(Foto: D. Mühlenbrock)

Ein Umstand, den Oberbürgermeister Andreas Mucke bei seiner Eröffnungsrede mit einer großen Prise Selbstironie kommentierte, der ihm aber dennoch nicht die Hoffnung darauf nahm, dass auch andere Nachbarschaften über gemeinsame Feiern zueinander finden: „Es wäre schön, wenn noch viel mehr Siedlungen solche Feste zusammen feiern würden.“ Nach dem offiziellen Teil ließ sich auch der Oberbürgermeister die liebevoll zubereiteten Speisen schmecken, die die Nachbarn gespendet hatten und die gegen einen kleinen Obolus angeboten wurden. Mit dem Geld soll ein anderes Projekt in Wichlinghausen, das Mitmachmuseum, unterstützt werden.

Für die Bewohner der Luhnsstraße steht fest: Das Fest hat sie näher zusammen gebracht. Sogar eine Band hat sich spontan gegründet, die bekannte Hits anstimmte und sicherlich nicht zum letzten Mal in der Siedlung aufgetreten ist.