Zurück im Quartierbüro

Eva Lünenschloß

Zum 1. November ist das VierZwoZwo personell gewachsen und nun auch komplett. Die 34-jährige Diplom-Pädagogin und Arbeitspsychologin Eva Lünenschloß ist aus der Elternzeit zurück. Damit gehören dem Team Quartiermanagement der „Sozialen Stadt Oberbarmen / Wichlinghausen“ nun zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte an. Im Interview blickt Eva Lünenschloß kurz zurück und dann nach vorne. Frau Lünenschloß, Sie waren fast zwei Jahre in Elternzeit. Hat sich in der Zeit etwas in Oberbarmen und Wichlinghausen getan, wovon Sie begeistert sind?
Eva Lünenschloß:
Da fällt mir zuerst der Berliner Platz ein. Hier ist die Umfeldgestaltung schon weit fortgeschritten. Alles ist geplant, jetzt geht es darum, die endgültigen Anträge zu stellen. Außerdem hat sich in den zwei Jahren das Integrationsnetzwerk toll entwickelt. Die Gruppe hatte gerade das achte Treffen. Auch, dass das Thema „Wohnen“ nun einen wichtigen Stellenwert im Projektgebiet hat, finde ich gut. Das erste Eigentümerforum vor zwei Wochen war sehr gut besucht. Aber es gibt noch viele andere Projekte, die in den letzten zwei Jahren umgesetzt wurden oder gerade stattfinden.

Wo werden Sie sich einbringen?
Eva Lünenschloß:
 Ich werde beim Aufbau des Integrationsnetzwerks mitarbeiten und zum Verfügungsfonds beraten. Außerdem kümmere ich mich wieder um den Themenschwerpunkt „Gemeinschaft und Zusammenleben“. Da fällt alles drunter, was die Nachbarschaft und die dortigen Netzwerke stärkt.

Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit im Quartierbüro wichtig?
Eva Lünenschloß: Der kooperative Dialog. Das heißt, ich möchte, dass Menschen ins Gespräch kommen und sich jeder verstanden fühlt. Dazu gehört als Voraussetzung, dass jeder weiß, was wer wo und unter welchen Bedingungen macht.

Können Sie das ein bisschen konkreter erklären?
Eva Lünenschloß: Viele Menschen hier im Quartier haben gute Ideen und würden sie gerne zum Beispiel mithilfe des Verfügungsfonds umsetzen. Sie wissen aber nicht, wen sie für das Projekt mit ins Boot holen können. Hier sehe ich das Quartierbüro als wichtige Schnittstelle zwischen allen Ebenen.

Aber woher wissen Sie denn, wer für wen der richtige Kooperationspartner ist?
Eva Lünenschloß: Das ist auch ein Thema, um das ich mich kümmern werde: die Aktualisierung der Akteursanalyse. Ich schaue mir genau an, welche Personen, Einrichtungen und Angebote es im Quartier gibt. Manche scheinen auf den ersten Blick identisch, aber wenn man genauer hinsieht, erkennt man die Unterschiede. Nehmen wir das Beispiel „Arbeit mit Jugendlichen“. Da sind in Oberbarmen und Wichlinghausen ganz viele Vereine und Institutionen aktiv. Aber während beispielsweise der SKJ seinen Schwerpunkt im Sozialtherapeutischen hat, geht es bei Wi4U um Berufliches.

Was wünschen Sie sich für Wichlinghausen und Oberbarmen?
Eva Lünenschloß: Dass wir die begonnene zweite Förderphase noch effizienter gestalten können. Das sollte aber kein Problem sein, denn inzwischen kennen und nutzen die Menschen im Quartier die Möglichkeiten, die die „Soziale Stadt“ seit 2012 bietet. Und wir sind gut aufgestellt, um die vielfältigen Themen gemeinsam bearbeiten zu können.

Vielen Dank für das Gespräch!