Restaurant Day: ein voller Erfolg

Ein herrlicher Tag – voller kulinarischer Genüsse und guten Gesprächen! Das ist die Bilanz des ersten Restaurant Days in Wichlinghausen und Oberbarmen. 20 Eintags-Restaurants hatten sich angemeldet. Einige waren noch spontan hinzugekommen. Von Brunch über Kaffeetrinken bis Fastenbrechen reichte das Angebot. Das VierZwoZwo Quartierbüro hat sich auf lukullische Wege begeben.

Die Realschule Max-Planck-Straße hatte morgens zum Brunch eingeladen. Der festlich gedeckte Tisch war schon gut besetzt, als wir eintrafen. „Wir wollen uns dem Stadtteil öffnen“, erzählt André Kökenhoff, der 2. Konrektor. Schulleiterin Ruth Stäudtner ergänzt: „Der Restaurant Day ist eine super schöne Aktion.“ Wenige Meter weiter am Wicked Woods bietet der Kurs „Gastrohelfer“ des Wichernhauses „World Fusion“ an. Es gibt Gerichte aus den Heimatländern der Teilnehmenden. Sozialarbeiterin Julia Noll war es auch, die die Idee vom „Restaurant Day“ ins Quartier geholt hat: „Ich wohne am Arrenberg und da gibt es das schon länger. Also habe ich die Aktion beim Quartierbüro vorgestellt“ – und Quartiermanager Andreas Röhrig habe den Vorschlag dann mit den Netzwerkpartner*innen besprochen. Julia Noll freut sich, dass das Quartierbüro hilft, Ideen aus der Nachbarschaft umzusetzen. Im Büro vom Bob-Campus an Wichlinghauser Straße 31 haben „Verein(t) in Wuppertal“ und die Bob-Botschafter*innen den Tisch gedeckt. Schon als es um 12 Uhr losgeht, stehen die ersten Gäste vor der Tür. Um 17 Uhr vermeldet Helin Keles: „Hier war es richtig voll. Wir hatten mehr als 80 Gäste.“

Im S.C.O.T., dem Schüler-Café der Hauptschule Hügelstraße und der Offenen Tür, wird ein großes Frühlingsfest gefeiert. „Unser Termin stand schon lange fest. Da passte es gut, dass heute der Restaurant Day ist“, sagt Holger Müller. Er steht hinterm Grill und hat um 13.30 Uhr schon jede Menge Würstchen und Pommes verkauft. Weiter geht’s zum Wiki, dem Stadtteilzentrum unter Leitung der Diakonie, das früher die Wichlinghauser Kirche war. Hier beköstigen das Altenheim Stollenstraße und der evangelische Kindergarten ihre Gäste. Fazit zur Halbzeit um 16 Uhr: Mehr als hundert Besucher*innen. Die Geschäftsführerin der Diakonie Wuppertal – Kinder – Jugend – Familie gGmbH, Bärbel Hoffmann, lobt das Engagement aller Beteiligten und die „wunderschöne Atmosphäre“: „Kinder und ältere Menschen zusammen – das ist immer schön.“ Beim CVJM an der Bartholomäusstraße haben Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit das Café Bartho gegründet. Das soll jetzt sogar regelmäßig stattfinden: „Der Restaurant Day war ein guter Auftakt. Wenn wir genügend Leute finden, die mitmachen, wollen wir das an jedem dritten Samstag im Monat anbieten“, kündigt Matthias Spilker an.

Köstliche Torten und Falafel sind das Aushängeschild vom „Offenen Ohr“ an der Wichlinghauser Straße. Die Verantwortlichen, Anja Eigenbrodt und Jana-Maria Dargel, haben 55 Gäste gezählt, davon viele Anhörige ihrer regelmäßigen Besucher*innen. Spontan am Restaurant Day haben sich die Jugendlichen der katholischen Gemeinde St. Johann Baptist beteiligt. Sie backen Pizza. Im „Wir-Garten“ neben dem Spielplatz Giesenberg lädt das Bob-Kulturwerk zu Flammkuchen und herzhaften vegetarischen Snacks ein. Das Wetter spielt mit und die Veranstalter*innen sind zufrieden. Beim privaten „Trödelcafé“ an der Oststraße konnte von 15 bis 19 Uhr geschmaust und getrödelt werden. Ein Angebot, das schon vor dem offiziellen Beginn sehr gut nachgefragt war.

Crêpes au colombage bietet Familie Flasche-Koch an. Rund 250 Crêpes zaubern sie an diesem Tag für mehr als 100 Gäste. „Es hat total Spaß gemacht. Ich würde das jederzeit wieder machen“, sagt Anne Koch gegen 19.30 Uhr. Sie ist geschafft und sehr zufrieden. Daniel Flasche fügt hinzu, dass Besucher*innen auch aus anderen Stadtteilen den Weg zu ihnen gefunden hätten. An der Eylauer Straße hat die Nachbarschaft Pavillons aufgebaut, um für jedes Wetter gerüstet zu sein. Es gibt Musik und jede Menge zu essen. Anwohnerin Elisabeth Teichmann hat rund hundert Gäste seit dem Nachmittag gezählt. „Beim Kaffeetrinken um 15 Uhr war es sehr voll“, sagt sie. Am Abend ist es wieder voll. Es gibt Wein und herzhafte Snacks. Fastenbrechen im Ramadan steht bei der Moschee an der Wichlinghauser Straße ab 21 Uhr auf dem Programm. Das Kultur- und Bildungszentrum hat dazu auch Nicht-Muslime im Rahmen vom Restaurant Day eingeladen. Yavuz Aktas, der Vorsitzende, betont, dass sich sein Verein gern an solchen Aktionen beteilige. Als die Gläubigen um 21.24 Uhr an diesem 18. Mai offiziell wieder essen dürfen, ist der Festsaal voll. Mehr als 200 Personen sind da, darunter die Gäste vom Restaurant Day.

Alle Gastgeber*innen an diesem Tag zu besuchen, war leider unmöglich. Denn wir wollten natürlich auch Gespräche führen und die Leckereien probieren, die für die Gäste bereitstanden. Unser Fazit nach elf Stunden: Es war toll! Die Leute waren alle total nett, das Essen war super lecker, das Angebot glich einer Weltreise der Küchen und viele Menschen im Quartier haben sich auf diese Weise kennengelernt. Wir sind satt und glücklich.
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