Es geht um die Zukunft Oberbarmens!

Seitdem das Thema durch alle Medien geht, werden in der Causa „Berliner Platz“  Schuldzuweisungen und Argumentationen hin und her geschoben.OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Quartierbüro VIER ZWO ZWO möchte sich daran nicht beteiligen, sondern dazu aufrufen, zu versachlichen und vor allem: zu agieren!

Der Berliner Platz ist seit vielen Jahren ein Thema für alle, die sich für den Stadtteil und seine Entwicklung interessieren und engagieren. Bewohner, Geschäftsleute, Immobilienbesitzer, Vereine, Bürgerforum Oberbarmen sowie Politiker auf allen kommunalen Ebenen sind sich einig: Hier muss dringend etwas geschehen. So, wie sich der Alltag an diesem Ort darstellt, ist eine soziale Abwärtsspirale dieses zentralen Platzes und seines Umfeldes vorhersehbar.

Beantragung von Fördermitteln

Folgerichtig hatte der Rat der Stadt einen Antrag auf Fördermittel im Rahmen des Programms Soziale Stadt für die Förderphase 2016 bis 2021 beschlossen. In diesem Antragspaket enthalten war ein Maßnahmepaket für den Berliner Platz. Alle Interessierten gingen davon aus, dass die Sache nun ihren Lauf nimmt und dass in einigen Jahren mit sinnhaften baulichen Veränderungen begonnen werden kann, die dem Stadtteilzentrum eine neue Zukunftsperspektive ermöglichen.

Doch keine Beantragung?

Nun aber erfuhr die Öffentlichkeit – mithin die Menschen, die es zuallererst betrifft – , dass dieser Plan von der Verwaltung gestoppt wurde. Über die Gründe und die Gegenargumente mag man sich in den örtlichen Medien informieren. Die Aufklärung über die Hintergründe politischer Entscheidungsfindungen ist Aufgabe dieser Presse – und WZ, WR, WDR und andere kommen hier ihrem Auftrag auch nach.

Die Linie des Quartierbüros

Das Quartierbüro hingegen ist dafür zuständig, Maßnahmen im Rahmen des Programms Soziale Stadt zu kommunizieren, zu befördern und auch zu initiieren. Hier werden Engagement, Bürgerwillen, Ideen und Interessen gebündelt und beratend begleitet; immer im Sinne einer Aktivierung und Selbstermächtigung der Menschen vor Ort. Damit sie die Zukunft ihres Quartiers selbst (mit-)gestalten können.
Im Falle des Berliner Platzes gibt es viele Menschen, die sich privat, im Verein, in der Bezirksvertretung oder im Bürgerforum stark einbringen. Solches Engagement ist die Basis für eine zukunftsgerichtete Entwicklung eines Stadtteils. Dies gilt es zu fördern und zu nutzen.

Absehbare Folgen eines Planungsabbruchs

Das, was mit dem Abbruch der Planung eines größer angelegten Umbaus des Berliner Platzes erreicht werden würde, ist das Gegenteil: Menschen werden entmutigt. Engagement und Gestaltungswillen werden entkräftet. Politikverdrossenheit wird verstärkt. Misstrauen wird gesät.
Und in eigener Sache müssen wir hinzufügen: Fast drei Jahre Arbeit auf Grundlage des Programms Soziale Stadt drohen nahezu zu verpuffen, wenn die Menschen das Gefühl verspüren: Unsere ganze Arbeit, das Einbringen unserer Freizeit, die vielen Diskussionen und Vorschläge sind ja doch „für die Katz´“.

Unser Appell

Dies muss allen politisch involvierten Gremien und Verantwortlichen klar sein. Deshalb appelliert das Quartierbüro VIER ZWO ZWO an alle Beteiligten: Rauft euch zusammen! Findet gemeinsam eine Lösung für die Umsetzung einer qualifizierten Entwicklung des Berliner Platzes! Ein Bruchteil der Energie, die für den Umbau des Döppersbergs freigesetzt wurde, würde schon reichen. Damit die Menschen im Wuppertaler Osten nicht das Gefühl haben, abgehängt zu werden. Damit ihr Gestaltungswille weiter gestärkt wird. Damit Oberbarmen auch in Zukunft ein lebenswerter Teil Wuppertal sein wird.
Gemeinsam geht was! Wir sind dabei.