Vielfältige Aufwertung

In der Förderschule Lentzestraße kam zum letzten Mal in der laufenden Förderphase der Beirat des Verfügungsfonds zusammen.42xxx+Trailer+Kai+Fobbe+Film+Rafael+Oliveira+Göpfert+deutsche+welle
Mit den restlichen Mitteln des Fonds werden drei Projekte gefördert, die auf unterschiedliche Weise das Image des Quartiers positiv verändern.

Nach den Projektvorstellungen beschloss der Beirat die Förderung folgender Vorhaben im Quartier:

WiW (Wir in Wichlinghausen e.V.) und NBV (Nordstädter Bürgerverein e.V. treten gemeinsam als Träger eines Illuminationsprojekts auf. Der Wuppertaler Künstler Kai Fobbe weitet damit sein Konzept „42xxx“ auf Wichlinghausen aus (Infos auf http://www.kaifobbe.de/42xxx/).

An drei Standorten rund um den Wichlinghauser Markt wird Fobbe Videosequenzen mit „Tanzbildern“ zu Wuppertaler Themen projizieren: Auf dem Sparkassengebäude, dem Boden des Wichlinghauser Markts und auf der Wichlinghauser Kirche, die erhaben auf ihrem Hügel trohnt und künftig als neues Begegnungszentrum eine noch größere Rolle im Stadtteilleben Wichlinghausens einnimmt, werden die Clips künftig zu sehen sein – zunächst zwei Jahre lang.

Die Videoanimationen laufen vorwiegend in den Abendstunden, jedoch nicht die ganze Nacht durch. Eine Störung der Anwohner ist so gut wie ausgeschlossen, da kein direktes Licht in die Wohnungen / Büroräume fällt. Eröffnet werden soll die Installation am 7. November 2015 während des 2. Wichlinghauser Lichterfestes.
WiW, NBV und die kooperierenden WSW, Stadtsparkasse Wichlinghausen, ev. Kirchengemeinde Wichlinghausen-Nächstebreck sowie die Diakonie wollen mit Fobbes Arbeit Wichlinghausen umfassend als Lichter- und Künstlerstandort etablieren.

Lebendig, vielschichtig, eckig, schön: Vier KünstlerInnen aus Wichlinghausen zeigen ihren Stadtteil
Unter diesem Motto zeigt das K1 Art-Café von Mitte September bis Anfang Januar eine Ausstellung mit Bildern von Angelika Büchner, Rainer Kruse, Frank Olikosky und Richard Weiffenbach. Diese ansprechende ästhetische Auseinandersetzung von KünstlerInnen mit ihrem Stadtteil soll auch den BürgerInnen im Stadtteil und auch außerhalb neue Blickwinkel auf diesem Stadtteil eröffnen. Die Werke zeigen Motive, die allen zugänglich sind, aber so neu gesehen werden können.
Erweitert wird die Ausstellung durch Rundgänge mit dem Stadtführer Frank Khan zu Gebäuden und Plätzen der dargestellten Motive.

Nun wird aus dieser Ausstellung auch ein Kalender entwickelt. Die KünstlerInnen, Michael Hoffmann vom K1, der SKJ und WiW e.V. wollen so eine positive Identifikation der AnwohnerInnen mit ihrem Stadtteil fördern und über die Grenzen des Stadtteils hinaus neue Sichtweisen eröffnen – und das ein ganzes Jahr.
Der Kalender wird im Offsetdruck-Verfahren in einer Größe von A3 in einer Auflage von 300 Stück produziert und u.a. im K1Art-Cafe, bei der Eröffnungsveranstaltung der Begegnungsstätte, dem Lichterfest und im Quartiersbüro angeboten werden.

Für einen festgelegten Spendenbetrag in Höhe zwischen 10 bis 15 Euro wird der Kalender erhältlich sein. Der Erlös kommt in voller Höhe einem gemeinnützigen Projekt in Wichlinghausen zugute: Der SJK e.V. bietet mit seiner Kinder-Stube einen kostenlosen Mittagstisch mit Hausaufgabenbegleitung für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren an. In kleinen Gruppen sind die Kinder beim Essen, Lernen und Spielen gut aufgehoben.

WQG Werbebroschüre
Nach dem Vorbild der Nordstadtbroschüre vom Ölberg plant die Wuppertaler Quartierentwicklungs GmbH (WQG) ein ähnliches Produkt für Wichlinghausen-Oberbarmen.
Gemeinsam mit den Unternehmen und Einrichtungen des Quartiers soll eine Werbebroschüre für Oberbarmen-Wichlinghausen erscheinen. Ihr Inhalt wird in mehrere Teile gegliedert:

Ein Vorwort hebt die Einzigartigkeit des Stadtteils hervor (z.B. Artikel zum Engagement, Berichte und Neuigkeiten rund um das Quartier, Quartierpersönlichkeiten).
Der kostenpflichtige Inserententeil bietet UnternehmerInnen und Einrichtungen die Möglichkeit, sich mit ihren Angeboten und Kompetenzen zu präsentieren (mit Foto, Logo, Kontaktdaten und Vorstellungstext)
Im Anhang bietet eine Adressenliste Kontaktdaten zu allen Dienstleistern, Gewerbetreibenden und Institutionen, die dort gelistet sein möchten. Ausbildungsbetriebe werden besonders gekennzeichnet.

Die Broschüre soll ca. 60 – 100 Seiten umfassen (von der Zahl der Inserenten abhängig) und in einem DIN-A5 ähnlichen Format mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren veröffentlicht werden. Jeder Haushalt in Oberbarmen-Wichlinghausen erhält ein Gratis-Exemplar. Zudem soll die Broschüre an öffentlichen/zentralen Stellen ausliegen – innerhalb und außerhalb des Quartiers. Die Unternehmen/Einrichtungen erhalten ca. 30-50 Exemplare für Eigenwerbung.

Sollten 50 Inserenten zusammenkommen, dann wären die Produktionskosten gedeckt. Bei weniger Inserenten würde es einen Zuschuss vom Verfügungsfonds geben.
Unternehmen, Institutionen und soziale Einrichtungen (z.B. Jugendeinrichtungen, Kitas, Schulen oder Sportvereine), die sich in der künftig jährlich erscheinenden Broschüre präsentieren möchten, können sich gerne an die WQG wenden: Nikolai Spies; Telefon: 0202 – 758 02 86 82, E-Mail: nikolai.spies@quartier-entwicklung.de
Infos auf http://www.quartier-entwicklung.de/

Schließlich hat Karsten Schröder von der Planungsgruppe Stadtbüro die Evaluationsergebnisse zu den vom Verfügungsfonds geförderten Projekten präsentiert. Eine Dokumentation wird in Kürze auf vierzwozwo.de veröffentlicht.

Sozialdezernent Stefan Kühn bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Beiratsarbeit. Er hofft auch in Zukunft auf kontroverse Diskussionen, neue Ideen und viele Kooperationen.
Dem schloss sich das Quartierbüro mit anerkennendem Hinweis auf die vielen geleisteten Arbeitsstunden der Beiratsmitglieder ausdrücklich an. Das VIER ZWO ZWO regte eine konstituierende Sitzung des neuen Beirats im ersten Quartal 2016 an. Hier könnten die Neubesetzung geregelt und Leitlinien für die Beiratsarbeit der 2. Förderphase abgestimmt werden. Antragsstellungen wären dann ca. im April in einer ersten regulären Beiratssitzung möglich.

Und zu guter Letzt genossen die Anwesenden das vorbereitete Buffet von der Schülerfirma Lentzestraße mit Leckereien aus dem Holzbackofen – auch das ein Verfügungsfonds-Projekt.