Ein großes Wiedersehen für Oberbarmen und Wichlinghausen

Die Freude war groß als sich am Montag den 14.09 Oberbarmer*innen und Wichlinghauser*innen zur Stadtteilkonferenz einfanden. Um genug Platz für die knapp 80 Teilnehmenden zu haben und dabei noch auf Abstände achten zu können, fand die Konferenz im Stadtteilzentrum Langerfeld statt. „Schön Sie wiederzusehen!“, erklang aus allen Ecken durch den Saal. Als sich alle eingefunden hatten konnte mit dem knackigen Programm gestartet werden:

Neben den Kommunalwahlergebnissen für Oberbarmen und Wichlinghausen, die Sie hier einsehen können, wurde Christel Simon, die nach 21 Jahren als Bezirksbürgermeisterin aus dem Amt, aber nicht aus der Stadtteilgesellschaft, scheidet in einem Interview durch das 422 Quartierbüro und das Publikum gewürdigt. Der langjährige umfangreiche Einsatz und das manchmal notwendige „verteidigen“ des Stadtteils hat wahrscheinlich jeder Aktive on Oberbarmen und Wichlinghausen mitbekommen. Auch an dieser Stelle sei Frau Simon noch einmal ausdrücklich dafür gedankt!

Foto: Claus Baermann

Im Anschluss wurde dann der vielfältige Markt der Möglichkeiten eröffnet. Es konnte sich zu den verschiedensten Themenkomplexen informiert und ausgetauscht werden. Ganze 16 Stände standen bereit um über ihre (Projekt-)Vorhaben zu berichten und Mitstreiter zu finden. Hier ein kurzer Überblick: Familie Seidel berichtete über ihr Vorhaben Barrierefreien Wohnraum an der Schwarzbach zu entwickeln, der BOB Campus stellte den aktuellen Stand der Baumaßnahmen dar, Daniel Flasche warb für die Idee das Stadtteilzentrum Wiki mit Gesichtern Wichlinghausens anzustrahlen (#wirsindwichlinghausen), der Jugendmigrationsdienst im Quartier berichtet von zahlreichen Projekten wie zum Beispiel der Agora in den Sommerferien, das Rockprojekt befand sich auf der Suche nach Kooperationspartner*innen für den bald startenden Youtubechannel 422 Online, die Stadtteilbibliothek Wichlinghausen präsentierte Bee-Bots (Bienen-Roboter, die Kindern das Programmieren näher bringen), die Stadtteilzeitung der Sand stellte den anwesenden unter anderem die Frage, was ihnen unter den Nägeln brennt und warb um Autor*innen aus der Bewohner*innenschaft es Stadtteils. Und das war erst die Hälfte.

Foto: Claus Baermann

Auf der andern Seite des Raumes präsentierte die Verbraucherzentrale NRW aufsuchende Kurse und Materialien für Neuzugewanderte, der Klimacontainer Wichlinghausen warb für ein frohes Zusammensein beim Wir-Garten, Minhaj ul Quram lud zusammen mit dem VdK zu Mehrgenerationengesprächen im Nordpark ein, Mutig und Stark verkündete den Zeitpunkt der Eröffnung am 10.10.20, die Diakonie KJF knüpfte unter anderem Kontakte zu anwesenden Schulsozialarbeiter*innen, das Projekt Power informierte über die Arbeit mit alleinerziehenden Frauen im Quartier, das Jobcenter präsentierte Angebote und Hilfeleistungen, der Kinderschutzbund berichtete über die baldige Eröffnung eines Büros für Kinderrechte und das Quartierbüro wollte von den Anwesenden wissen, was Sie noch für Potentiale im Stadtteil sehen.

Doch auch für die Teilnehmenden die, ohne Stand aber mit einem Anliegen kamen, gab es die Möglichkeit weiterzukommen. Zum Beispiel für Rainer Scholz, Projektkoordinator für SiSaL, der zunächst ohne große Hoffnungen auf Erfolg, auf der Suche nach mietfreien Räumlichkeiten für ein Beratungsangebot im Quartier gekommen war und gleich mit 3 vielversprechenden Kontakten nach Hause ging.

So konnte diese Stadtteilkonferenz neben dem freudigen Wiedersehen auch viele neue Kontakte ermöglichen und Menschen und Akteuren im Stadtteil weiterhelfen. Auch Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn beschrieb schon zu Beginn das Format sehr gelungen als er sagte: „Hier trifft man immer unheimlich viele spannende Menschen!“. Und so freuen wir uns alle schon auf die nächste Konferenz am 12.11. an selber Stelle.