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ISEK steht

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept in BV und Rat

Übersicht der Baumaßnahmen als Maßnahmen der Städtebauförderung. Klicken Sie hier zum herunterladen des Übersichtsplans.

Nun steht es allen zu Verfügung, das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für Oberbarmen und Wichlinghausen (ISEK). Damit möchte sich die Stadt Wuppertal auf eine neue Förderphase im Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt bewerben. Wir als Quartierbüro haben Sie im März zu Ihren Ideen und Anregungen dazu befragt. Die Ergebnisse der Befragung haben so auch Einzug ins Konzept gefunden. Wir wollen Ihnen hier die Grundzüge des Konzeptes vorstellen.

Wer sich das ISEK lieber selbst durchlesen möchte, der kann das über den nachfolgenden Link tun: ISEK Oberbarmern & Wichlinghausen. Die Beschlussvorlage finden Sie hier: Beschlussvorlage ISEK.

Die Westdeutsche Zeitung hat das ISEK auch analysiert und zusammengefasst. Den Artikel von Anne Palka lesen Sie hier.

Wir haben versucht das wichtigste für Sie zusammenzufassen:

Beschreibung des Programmgebiets

Zunächst wird ein Raum definiert, für den das Förderprogramm gelten soll. Hier gibt es im Vergleich zur aktuellen Förderung keinen Unterschied. Das Gebiet umfasst die Quartiere Oberbarmen – Schwarzbach, Wichlinghausen Nord, Wichlinghausen Süd und Hilgershöhe sowie Teile der Quartiere Sedansberg (mit dem Nordpark), Nächstebreck West (mit dem Reppkotten), Nächstebreck Ost (mit der Mählersbeck) und Jesinghauserstraße.

Es handelt sich ungefähr um 10% der Stadtbevölkerung, die in diesem Programmgebiet wohnen. Im ISEK wird die Bevölkerung im Vergeleich zur Gesamtstadt als bunt, jung, arm und dicht beieinander beschrieben. Es gibt eine hohe Anzahl aktiver (sozialer) Einrichtungen und Vereine, die sich im und für den Stadtteil einsetzen. Dabei werden Migrant*innen-selbstorganisationen (MSO) von immer größerer Bedeutung.

Was bisher geschah – Städtebauförderung in Ob und Wi

Auf die bisherigen Maßnahmen im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (Soziale Stadt) rückblickend gibt das ISEK ein positives Fazit. Das lässt sich beispielsweise durch die Evaluator*innen, die hohe Nutzung der fertiggestellten Baumaßnahmen sowie die positive Bewertung der neuen Baumaßnahmen durch den Stadtteil belegen.

Stärken und Schwächen

Als Stärken des Quartiers werden unter anderem der öffentliche Nahverkehr, die Stadt der kurzen Wege, sowie die Wohneigentümer-struktur (viele Selbstnutzer*innen) und die Bevölkerungsstruktur (viele junge Familien) beschrieben. Dazu kommen viele historische Fachwerk- und Gründerzeithäuser. Auch die soziale Infrastruktur (mit vielen Bildungseinrichtungen, engagierten Verein und Mirgrant*innnen-selbstorganisationen sowie dem Bob Campus werden erwähnt).

Als Schwächen werden unter anderem der Gebäudebestand, die Dichte (wenig Grün) sowie fehlende Radwege beschrieben. Dazu kommt ein schlechtes Image in der Gesamtstadt und einige stigmatisierte Teilräume, sowie viele Menschen mit geringem oder Transfereinkommen. Zudem werden Leerstände abseits der zentralen Versorgung und fehlende Räume für Vereine als Schwächen benannt.

Handlungsfelder und Ziele

Im ISEK werden fünf verschiedene Handlungsfelder mit dazugehörigen Zielen beschrieben. Diese heißen: neue Mobilität, Freiflächen mit Qualität, Stadtgestalt und Wohnungsbau, Klimaschutz und Klimaresillienz sowie Gemeinschaft und Beschäftigung. Für diese Handlungsfelder wurden konkrete Ziele formuliert, die mit der Umsetzung des ISEKs erfüllt werden sollen.

Maßnahmen, die umgesetzt werden sollen

Die im ISEK beschriebenen Baumaßnahmen beziehen sich auf Spielplätze, Verkehrsflächen und Stadtplätze. So sollen die Spielplätze an der Hermannstraße (für ältere Kinder) und Allensteiner Straße (für jüngere Kinder) neugestaltet werden. Ebenso soll der Felsenspielplatz zu einem Skat- und Kletterpark entwickelt werden.

Das Schwarzbachviadukt soll künstlerisch gestaltet werden und an der Anderas-Hofer-Straße soll ein neuer Zugang zur Nordbahntrasse entstehen. An der Montagstraße besteht bereits ein Trassenzugang, der künstlerisch neu gestaltet und dann auch wieder nutzbar sein soll. Der Fußwegeverkehr an der Wichlinghauserstraße in Höhe des BOB Nachbarschaftsparks soll umgestatet werden, sowie der Fußweg von der Schwarzbach zur Langobardenstraße.

Als Stadtplätze werden der Friedhof Sternstraße zu einem Garten der Religionen entwickelt, sowie der Peter-Hansen-Platz und der Platz hinter dem Bahnhofshaus in Oberbarmen umgestaltet. Außerdem gibt es Projekte gemeinnütziger Organisationen, die mit Hilfe der Städtebauförderung umgesetzt werden soll: Der Verein Ost/West Integrationszentrum möchte eine alte Tischlerei als Quartierswerkstadt entwickeln und ins Büngerhaus, das einige soziale Einrichtungen beheimatet, soll von der Trasse eine Brücke führen. Auch die Färberei plant mit Mittel der Städtebauförderung, das Gebäude neben dem Peter-Hansen-Platz für den Stadtteil zu erschließen.

Zudem gibt es auch Maßnahmen, die nur indirekt etwas mit bauen zu tun haben. Hierzu zählt das Hof- und Fassadenprogramm, mit dem Eigentümer*innen einen Zuschuss zur Erneuerung ihrer Hof- oder Gebäudefassade erhalten können, eine Sanierungsberatung mit dem Fokus auf energetischer Sanierung, ein Konzept für die urbanen Gärten des Stadtteils sowie ein Quartiersmanagement und der Verfügungsfonds, der für die Ideen der Bewohner*innen des Stadtteils gedacht ist.

Zu diesen konkreten Maßnahmen der Städtebauförderung gibt es im ISEK noch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die Entwicklung des 1-km-Clusters an der Nordbahntrasse, die Weiterentwicklungs des Angstfreiraumkonzeptes, den Neubau von Kindertagesstätten oder die Entwicklung der Brachfläche der ehemaligen Luhnsfabrik, die aktiv (mit)gestaltet werden sollen.

Übersicht Kosten

Für die einzelnen Projekte beträgt die Fördersumme von Land und Bund 80% der Gesamtkosten. Die Stadt Wuppertal muss 20% der Kosten tragen. Bei Projekten in Trägerschaft von zivilgesellschaftlichen Akteuren tragen den Eigenanteil, der ein Fünftel der Gesamtkosten ausmacht. Insgesamt belaufen sich die veranschlagten Kosten für alle Projekte auf ca. 12,6 € Millionen, von denen die Stadt Wuppertal nach der Förderung durch Land und Bund (10,1 € Millionen) noch ca. 1,8 € Millionen aufbringen müsste.

Die Förderlaufzeit bezieht sich auf den Zeitraum von 2023-2030. Bis dahin müssen die konrekten Maßnahmen dann einzeln mit einem Planungsentwurf beim Land eingehen und jeweils bewilligt werden. Im Anschluss können sie dann von der Stadt (bzw. den zivilgesellschaftlichen Projektträger*innen) umgesetzt werden.

Und so geht es jetzt weiter

Im Rahmen der Städtebauförderung machen sich die politischen Gremien der Stadt auf den Weg, das neue integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für Oberbarmen und Wichlinghausen zu verabschieden. Die Bezirksvertretung Oberbarmen macht am 17.05. den Anfang. Eine Woche später entscheiden die Bezirksvertretungen in Barmen und Langerfeld-Beyenburg über das Konzept. Der Stadtrat entscheidet am 21.06. über das ISEK. Mit einer Rückmeldung der Landesbehörde wird frühestens gegen Ende des Jahres gerechnet.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und stellen Ihnen die einzelnen Maßnahmen in Zukunft genauer vor.

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