Zukunft für die alte Oberbarmer Post

Stefanie Rolf und Aydin Orhun vor dem ehemaligen Post-Gebäude.

Was passiert eigentlich mit dem alten Post-Gebäude am Oberbarmer Bahnhof? Diese Frage stellen sich die Menschen im Quartier schon seit geraumer Zeit. Seit beinahe zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für die Umfeldgestaltung Berliner Platz. Doch konnte die zweistöckige Immobilie, die sich in Privatbesitz befindet, lange nicht in die Planungen einbezogen werden. Jetzt scheint sich eine Zukunft für das prominent gelegene Gebäude abzuzeichnen.

Stefanie Rolf ist die zuständige Quartiermanagerin für den Berliner Platz. Sie kennt die Pläne für die Umfeldgestaltung genau und weiß auch, dass die alte Post vor der Rittershauser Brücke dabei eine wichtige Rolle spielen könnte. Allerdings waren lange Zeit die Besitzverhältnisse unklar. Einen richtigen Ansprechpartner hatten die Planer nicht. Deshalb freut sich Stefanie Rolf, dass nun der Oberbarmer Immobilienverwalter Aydin Orhun die Vermarktung des rund 680 Quadratmeter großen freistehenden Hauses übernommen hat. „Aydin Orhun ist aktiv im Bürgerforum und arbeitet engagiert im Stadtteil mit, zum Beispiel gehört er zum Beirat des Verfügungsfonds“, berichtet die Quartiermanagerin vom VierZwoZwo Quartierbüro. So kenne er die Wünsche und Bedürfnisse im Quartier.

„Wer eine Idee hat, wer oder was in das Gebäude einziehen könnte, kann sich gern bei mir melden“, wirbt Aydin Orhun. Er vertritt nun den Eigentümer, einen Privatmann, und sagt über diesen: „Er möchte Oberbarmen mit der Vermietung etwas Gutes tun.“ Daher könnten sich auch Bürgerinnen und Bürger mit ihren Vorschlägen einbringen. Parallel hat der Verwalter bereits Firmen wie Lebensmittel- oder Drogeriemarktketten angeschrieben, ob sie Interesse an dem Gebäude hätten. Auch eine Skizze für eine mögliche Außengastronomie liegt Orhun schon vor.

Bis zu 6000 Personen nutzen in Oberbarmen Busse und Schwebebahn.

Dass die Lage der alten Post optimal ist, finden Stefanie Rolf und Aydin Orhun. Bis zu 6000 Personen am Tag nutzten den Nahverkehr, also Busse und Schwebebahn, hat Orhun von den Wuppertaler Stadtwerken erfahren. Hinzu kämen die Bahnpendler. Sie alle kommen an dem Gebäude mehr oder weniger direkt vorbei. Da sollte es eigentlich kein Problem sein, einen Mieter finden, hoffen die Quartiermanagerin und der Verwalter, zumal das Gebäude auch recht viel Platz bietet: Im Erdgeschoss stehen 570 Quadratmeter plus möglichen Außenflächen zur Verfügung, im ersten Stock sind es 108 Quadratmeter.

Die Deutsche Post hat die Filiale am Oberbarmer Bahnhof am 30. Juni 2016 geschlossen. Zwischenzeitlich war ein „Outlet-Verkauf“ dort eingezogen. Seit einigen Wochen ist auch dieser nicht mehr im Gebäude.

Wer Ideen für das ehemals von der Post genutzte Gebäude am Berliner Platz hat, kann sich per Email an Aydin Orhun wenden: info@immo-tal.de.