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Nutzung Wichlinghauser Wichlinghauser Markt

So war die Spielplatz Einweihung

Das könnt ihr jetzt in der Allensteiner Straße machen

Foto: Maya Crede

Am Freitag, den 10.07. wurde der Spielplatz in der Allensteiner Straße mit einem kleinen Stadtteilfest eingeweiht. Neben kleinen Aktionen an den Spielgeräten gab es Redebeiträge von Annette Berg (Beigeordnete für Soziales, Jugend, Schule und Integration), Annette Berende (Ressortleiterin für Grünflächen und Forsten) und Christian Wirtz (Bezirksbürgermeister für Oberbarmen). In diesem Artikel lesen Sie alles zur Einweihung, wie der neue Spielplatz entstanden ist, wie Sie Spielgeräte ausleihen können und was als nächstes ansteht.

„Hier auf dem Spielplatz ist die Hölle los! Und das ist auch gut so. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und die Kinder nehmen es an.“

– Christian Wirtz, Bezirksbürgermeister Oberbarmen

Das war bei der Einweihung los

Zur Spielplatz Einweihung veranstalteten Vereine aus der direkten Nachbarschaft des Spielplatzes ein kleines, gut gelauntes Stadtteilfest. Der Kleingartenverein Lohmannsfeld spendete Getränke, Wir in Wichlinghausen backte Waffeln, die Kirchengemiende EFG Wichlinghausen organisierte Dosenwerfen und eine Tischtennischallange, die Wichlinghauser Kicker führten ein kleines Fußballturnier durch, Ost/West Integrationszentrum e.V. Spielchen auf den Baskteballplatz anboten und die Learncompany sich sowohl um die Riesenschaukel kümmerte als auch alle Kinder nach ihren Wünschen schminkte. Das Vierzwozwo Quartierbüro hatten außerdem vom Wichlinghauser Markt Äpfel und Bananen (Schmidthans) und Pizzabrötchen (Marktschänke) mitgebracht.

„Besonders freut mich, dass die Kinder selbst an der Planung beteiligt waren. Sie haben gebastelt, gestaltet, diskutiert und ihre Ideen eingebracht. Sie haben gezeigt, was ihnen wichtig ist und wie sie sich ihren Spielplatz vorstellen.

Diese Beteiligung ist weit mehr als eine nette Ergänzung des Planungsprozesses. Sie ist gelebte Demokratie. Kinder erleben dadurch, dass ihre Meinung zählt und dass sie ihre Umgebung mitgestalten können. Das stärkt Selbstwirksamkeit und Verantwortungsgefühl – wichtige Grundlagen für gesellschaftliche Teilhabe.“

– Annette Berg, Bergeordnete für Soziales, Jugend, Schulen und Integration

Kinder konnten alle Spielgeräte ausprobieren und dabei noch einen Preis ergattern. Nachdem ein komplette Laufkarte wieder bei Wiebke Striemer abgegeben hatte, konnten sich die Kinder aus der Nachbarschaft einen kleinen Preis aussuchen. Ungefähr 70 Kinder absolvierten alle Stationen und gingen mit einer kleinen Belohnung nach Hause. Preise waren unter anderem gesponsorte Bälle vom FAMOS Familienladen von der Wichlinghauser Straße, verschiedene Preise von der AWG, wie Kreide, Malblöcke und kleine Mülleimeranspitzer sowie kleine Goodies vom Quariterbüro, wie beispielsweise recycelte Mäppchen aus alten Baustellenbanner und Tischtennisbälle mit dem Stadtteillogo.

„Wir haben hier einen Ort mit hochwertigen Spielgeräten und viel Aufenthaltsqualität geschaffen, an dem sich Kinder und Jugendliche hoffentlich sehr gerne aufhalten.“

– Oshtoud Daghighian, Freiraumplaner
  • Foto: Maya Crede

Keine Spielgeräte? Kein Problem!

Auf dem Spielplatz soll gespielt werden. Bei der Spielplatz Einweihung gab es ganz viele Möglichkeiten, alle Spielgeräte vor Ort auszuprobieren. Bälle und Tischtennisschläger waren direkt vor Ort. Falls Sie mal vor Ort spielen wollen und keinen Fußball, Basketball oder Tischtennisequipment haben, können Sie trotzdem vor Ort Spielen. Leihen Sie sich die Spielgeräte einfach im Jugendzentrum Wi4U am Wichlinghauser Markt aus. Bei der Einweihung haben sich die städtischen Verantwortlichen symbolischen schon die Spielgeräte ausgeliehen. Hier kommen Sie zu den Öffnungszeiten des Jugendzentrums. Alle Spielenden vor Ort werden ebenfalls mit diesen kleinen Plakaten darüber informiert.

  • Foto: Maya Crede

Wie kam es zur Umgestaltung? – Die Ganze Geschichte

So sah es hier vorher aus

Wenn man sich die Bilder anschaut, vergisst man schnell, wie der Spielplatz noch vor einem Jahr aussah. Zu der Zeit wurde er überhaupt nicht mehr von Kindern aus dem Stadtteil genutzt, sondern diente nur noch als Hundeauslauffläche. Im Spielflächenbedarfsplan der Stadt Wuppertal erhielt der Spielplatz schon 2021 die Noten 6 (Spielplatz) und 5 (Bolzplatz). Damit Sie sich nochmal einen Eindruck davon machen können, wie es hier vorher aussah, können Sie sich hier ein paar Archivbilder ansehen.

Die Vorgeschichte

Oshtoud Daghighian, Freiraumplaner bei der Stadt Wuppertal, beschrieb in seinem Redebeitrag kurz die Historie des Spielplatzes. Schon 2019 sollte hier ein etwas spezieller Spielplatz entstehen: eine Pumptrackanlage. Für die wurde aber ein Alternativstandort direkt an der Nordbahntrasse gefunden. (Alles zur Geschichte der Pumptrackanlage können Sie sich im Podcast mit Mathias Klaft-Turnau hier anhören.)

Der Rahmen: Städtebauförderung

Nachdem die Pumptrack einen anderen Standort gefunden hatte, gab es mit der erneuten Bewerbung der Stadt Wuppertal auf das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt und dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) in 2022 einen neuen Anlauf, den Spielplatz in der Allensteiner Straße neuzugestalten. Nach der grundsätzlichen Zusage der Bezirksregieurng zum ISEK konnten die Planungen und ersten Beteiligungsformate zur Spielplatz-Neuplanung in Angriff genommen werden.

Kinderbeteiligung 2023

So fand im Herbst 2023 die Kinderbeteiligung für die Spielplätze in der Allensteiner Straße und in der Hermannstraße statt. Dabei konnten Kinder aus dem Viertel im spielerischen und künstlerischen Formaten beschreiben, welche Spielelemente Sie sich auf den Spielplätze am ehesten Wünschen. Herausgekommen ist dieses Ranking, das die Freiraumplaner (Oshtoud Daghighian und Sven Homberg) als Grundlage nahmen und einen ersten Entwurf für die Spielplätze entwickelten. Dabei berücksichtigten Sie die Wünsche der Kinder auf beiden Spielplätzen so gut es ging.

Spielplatz-Dialog Frühjahr 2024

Die ersten Entwürfe wurden dann zusammen mit den Nachbar*innen aus dem direkten Umfeld des Spielplatzes besprochen. In der EGF Wichlinghausen traf man sich dazu zum Spielplatz-Dialog. Das Vierzwozwo Quartierbüro nahm die Veranstaltung zum Anlass, die Nachbarschaft bei Haustürgesprächen über die anstehende Spielplatz-Neugestaltung zu informieren und Info-Banner an den Spielplatz aufzuhängen. Außerdem wurden mit den ersten Entwürfen Briefkästen an den Spielplätzen angebracht, in die man seine Anregung zum Spielplatz einwerfen konnte. Diese Anregungen und die Fragen der Anwesenden wurden dann beim Spielplatz-Dialog erörtert. Die Ergebnisse dieses Prozesses hat das Vierzwozwo Quartierbüro in einem Dokument zusammengefasst und vor Ort zurück an die Menschen im Stadtteil kommuniziert.

  • Die Kinderbeteiligung wurde durch die Fachabteilung Jugend und Freizeit, genauer gesagt mit dem Spielmobil an Spielplätzen in der Nähe und im Stadtteilzentrum Wiki durchgeführt. September 23

Fördermittel einwerben 2024-2025

Mit den Anregungen aus der Nachbarschaft wurden die Pläne der Spielplätze angepasst und finalisiert, damit Sie über das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt beantragt werden können. Der Antrag ging dann zum jährlichen Termin am 30.09. bei der Bezirksregierung ein und es hieß erst einmal warten. Warten auf die Zusage des Fördergebers, damit die Stadt Wuppertal die Sicherheit hat, dass Sie die Spielplätze auch umsetzen kann. In der Zwischenzeit befasste sich die Stadtteilpolitik mit dem Spielplatz. Im März 2025 entschied die Bezirksvertretung Oberbarmen einstimmig über den Durchführungsbeschluss zur Umgestaltung des Spielplatzes. Grundlage dafür war die Planung, die bereits bei der Bezirksregierung eingegangen war. Im Frühjahr 2025 kam dann ein erstes positives Zeichen vom Fördergeber mit der Veröffentlichung des Stadterneuerungsprogramms 2025 des Landes NRW (Seite 30). Hier war der Spielplatz Allensteiner Straße aufgeführt. Allerdings ist so eine Veröffentlichung noch nicht rechtsbindend und so musste die Stadt Wuppertal noch auf den passenden Zuwendungsbescheid warten, um selbst wieder aktiv werden zu können. Dieser traf dann im Herbst 2025 bei der Stadt ein. Damit die Nachbar*innen vor Ort weiterhin informiert blieben, brachte das Vierzwozwo Quartierbüro an den Spielplätzen einen zeitlichen Ablaufplan für die weiteren Schritte an und klebte nach jedem Schritt einen weiteren Daumen auf die Übersicht.

Ausschreiben und Umsetzen: Herbst 2025 – Juli 2026

Nachdem der Zuwendungsbescheid eingegangen war, machte sich Bauleiter Sven Homberg daran, ein Unternehmen zu finden, dass den Spielplatz umsetzen sollte. Dazu stellt die Stadt ein Leistungsverzeichnis auf, in dem alle Aspekte berücksichtigt sind, die man später auf dem Spielplatz vorfinden soll. Aus der städtischen Ausschreibung ging das Dortmunder Garten- und Landschaftsbauunternehmen HerWe als Sieger hervor. Diese richteten noch in den letzten Tagen des Jahren 2025 die Baustelle in der Allensteiner Straße ein und begannen zu Beginn diesen Jahres mit den Rückbauarbeiten am alten Spielplatz sowie mit dem Grünschnitt. Nachbar*innen und die Kleingärtner*innen verfolgten in den nächsten Monaten den steten Baufortschritt.

Einweihung am 10.07.

Am 26.04. konnte dann der restliche Baustellenfortschritt gut abgesehen werden und der Termin für die Einweihung in einer Besprechung zwischen der Fachabteilung Jugend & Freizeit des Jugendamtes, sowie der Bauleitung des Ressorts für Grünflächen und Forsten und der Projektleitung für das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt festgelegt werden. Im Anschluss informierte und organisierte das Quartierbüro Akteure aus der unmittelbaren Nähe des Spielplatzes und plante zusammen mit den Engagierten die Einweihungsfeier.

Warum diese Geschichte?

Manchmal stellt man sich so eine Sache wie eine Spielplatz-Neugestaltung ganz einfach und unkompliziert vor. Anhand der Geschichte können Sie nachvollziehen, warum so etwas gerade, wenn es um Fördermitteln geht, eine zeitlang dauert und wer alles damit zu tun hat (und es sind noch nicht einmal alle Beteiligten auf städtischer Seite aufgeführt. Grüße an das Zentrale Fördermanagement, geschweige denn die Landes- und Bundesregierung, die ebenfall ihren Anteil am Förderprojekt haben). Im Endeffekt hat der Spielplatz ca. 400.000€ gekostet, wobei auf die Stadt Wuppertal 20% (80.000€) entfallen und auf das Land NRW und den Bund jeweils 40% (160.000€).

So geht es weiter

Der Spielplatz ist doch fertig, wie soll es jetzt noch weitergehen?

Zum einen ist noch nicht alles auf dem Spielplatz ganz fertig. Dem ein oder anderen wird aufgefallen sein, dass die Rasenflächen im Eingangsbereich des Spielplatzes noch abgesperrt sind. Das hat den Grund, dass der frisch eingesähte Rasen hier noch anwachsen muss. Ein weiteres grünes Element kommt erst im Herbst. Falls Sie die Planungen rund um die Spielplatz ganz eng verfolgt haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass vor Ort noch ein Baum gepflanzt werden soll. Das geschieht im Herbst, da das für die Bäume eine bessere Jahreszeit für einen Standortwechsel ist. Außerdem fehlen am Pannafeld und am Basketballplatz noch die Markierungen. Die Stadt schreibt diese gerade aus, sodass bald auch 3er auf dem Basketballfeld geworfen werden können und man beim Fußball besser erkennen kann, wann ein Tor gefallen ist. Das Fußballfeld wird in diesem Kontext noch ein Stück weit verschönert, da in die Mitte des Feldes das Stadtteillogo aufgemalt wird und hinter die Grundlinien der Stadtteilslogan „Gemeinsam geht was“ und „Ob & Wi“ angebracht wird. Es lohnt sich also, regelmäßig am Spielplatz vorberzugehen und immer wieder eine kleine Neuheit zu entdecken.

Spielplatzpat*in werden?

In den letzten Jahren und besonders im Vorfeld der Einweihung haben wir mit vielen Nachbar*innen gesprochen, die sich darüber freuen würden, wenn der Spielplatz lange erhalten und gut in Schuss bleibt. Das Amt für Grünflächen und Forsten wird den Spielplatz pflegen und unterhalten. Die Stadt freut sich aber auch über Unterstützung aus der Nachbarschaft. Denn ein Spielplatz bleibt nur dann gut erhalten, wenn Informationen über Änderungen oder mögliche Beschädigungen möglichst schnell bei der Verwaltung ankommen. Außerdem haben viele Nachbar*innen artikuliert, dass Sie sich auch in Zukunft über kleine Spielplatzfeste vor Ort freuen würden. Wenn Sie Interesse haben, sich für den Spielplatz und ihre Nachbarschaft einzusetzen, nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Vierzwozwo Quartierbüro auf. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Spielplatzpat*in und damit direkter Ansprechpartner*in für die Stadt Wuppertal für diesen spezifischen Spielplatz zu werden. Das Quartierbüro plant mit Ihnen aber gerne auch ein nächstes kleines Fest vor Ort. Schreiben Sie am besten eine Mail an info@vierzwozwo.de .