Viel vorhanden, viel zu tun.

Am 02.06. fand die Stadtteilkonferenz für Oberbarmen und Wichlinghausen im Stadtteilzentrum Wiki statt. Ca. 65 Personen kamen trotz starkem einsetzenden Regens zusammen und tauschten sich zusammen mit Sozialdezernentin Annette Berg über soziale Herausforderungen und Ressourcen aus. Außerdem gab es zahlreiche Informationen über aktuelle Entwicklungen im Stadtteil.
Start
Zum Start der Stadtteilkonferenz bedankte sich Lukas Meier vom Vierzwozwo Quartierbüro beim Team des Stadtteilzentrum Wiki, die die Konferenz wieder einmal beherbergte. Sie können ebenfalls das Wiki, sollte es zeitlich passen, für Ihre Veranstaltungen nutzen. Wenden Sie sich dazu an Eric Stöcker, den Leiter der Einrichtung.
Grüße aus der Bezirksvertretung Oberbarmen
In Vertretung für Bezirksbürgermeister Christian Wirtz bestellte Heike Reese, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin für Oberbarmen, Grüße aus der Stadtteilpolitik. Sie berichtete, dass das Freibad Mählersbeck wieder eröffnet ist und rege Besucht wird. Allein über Pfingsten seien über 7.000 Menschen zu Gast gewesen.

Außerdem berichtete Heike Reese über den Ablauf vom Prozess der Namensgebung für Straßen und Fußwege. Es brauche dazu an unterschiedlichen Zeitpunkten drei Beschlüsse in der Bezirksvertretung. Außerdem prüfe die Verwaltung die vorgeschlagene Person auf ihre Tauglichkeit. So sei es auch beim zukünftigen Ursula-Lietz-Weg vonstatten gegangen.
Neue Gesichter
Unter der Überschrift „Who ist new in the Crew“ stellten sich neue Gesichter im Stadtteil vor. Zu den fast 400 unterschiedlichen Teilnehmenden in den letzten drei Jahren kamen vier neue hinzu (von links nach rechts).

Carsten Koch ist neuerdings für den Stadtteilservice in Oberbarmen und Heckinghausen verantwortlich, während sich Robert Schneider in der Stadtteilbibliothek Oberbarmen (BIB@BOB) einsetzt. Mira Böing war von der Montasstiftung für Urbane Räume zu Besuch und saugte interessiert die Oberbarmer Stimmung auf. Diese hat Emma Lindemann schon länger verinnerlicht. Sie ist bereits seit einiger Zeit im Stadtteil aktiv und zwar für die Färberei auf der Berliner Straße. Manche Menschen waren zum ersten mal auf der Stadtteilkonferenz für Ob&Wi, andere zum letzten Mal. Das trifft zum Beispiel auf Regina Dörfert zu, die nach einer langen Zeit am Berufskolleg Barmen und immer mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht bald in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden wird. Ein herzliches Dankeschön im Namen des Stadtteils für den Einsatz für so viele junge Menschen.
Herausforderungen und Ressourcen im Stadtteil
Zusammen mit Annette Berg, der Sozialderzernentin für Wuppertal (offiziell: Beigeordnete für Soziales, Jugend, Schule und Integration) ging es um die besonderen Herausforderungen und Ressourcen in Oberbarmen und Wichlinghausen. Lukas Meier stieg zunächst mit einer unvollständigen Karte des Programmgebietes ein, in der er verschiedenen Einrichtungen aus dem Zuständigkeitsbereich der Dezernentin markierte. Das diese längst nicht alle Einrichtungen seien, die dazugehören, betonte nur „die Menge und Vielfalt der Vereine und Akteure aus Oberbarmen und Wichlinghausen, die sich für die Menschen im Stadtteil einsetzen“, so Lukas Meier mit Blick auf die Karte.
Als weiteren kleinen Einstieg brachte Lukas Meier noch vier quartiersbezogene Statistiken mit. So ist die Jugendquote in Ob&Wi (hier die Quartiere Oberbarmen-Schwarzbach, Wichlinghausen-Süd + -Nord sowie die Hilgershöhe) deutlich höher als in Wuppertal, ebenso die Betroffeneheitsquote bezogen auf Arbeitslosigkeit. Pro Person gibt es in Ob&Wi weniger PKW als in ganz Wuppertal. Dafür ist Oberbarmen und Wichlinghausen in 2025 fast für 30% des stadtweiten Bewegungssaldsos verantwortlich. Dass heißt vom Einwohner*innenplus, dass Wuppertal in dieser Statsitik erziehlt hat (682), fielen 207 auf Ob&Wi. Die Datengrundlage finden Sie unter diesem Link.
Im Anschluss an diesen Überblick trugen die Anwesenden mit ihrem Mobiltelefon die größten Herausforderungen im Stadtteil zusammen, anschließend die wichtigsten Ressourcen.

Als größte Herausforderungen wurden hier Armut und Bildung benannt. Ansonsten bot sich ein vielfältiges Bild, dass Sie sich in nachfolgender Abbildung ansehen können. Fest steht, es bleibt einiges in Oberbarmen und Wichlinghausen zu tun.

Im Anschluss an die Herausforderungen wurden Ressourcen im Stadtteil gesammelt. Hier wurde die Vielfalt und das Netzwerk an erster Stelle genannt, gefolgt vom Engagement der Menschen. Was sonst noch alles als Ressourcen wahrgenommen wird, können Sie sich hier ansehen.

Beim Anblick dieser Sammlungen war Annette Berg nicht direkt überrascht, aber sie gab zu Protokoll, dass sie es eine eindrückliche Sammlung fände.

Im Anschluss übernahm Annette Berg das Wort, um ihren Eindruck vom Stadtteil und ihre Perspektive für Oberbarmen und Wichlinghausen darzustellen. Wichtig für die Dezernentin, so betonte Sie ausdrücklich, ist, dass man zusammen an einem Ziel arbeitet und sich darauf ausrichtet. Das wünscht sie sich auch für Oberbarmen und Wichlinghausen und die dazugehörige Stadtteilkonferenzen. Aus ihren Erfahrungen, sowohl aus den bisherigen Besuchen im Stadtteil (z.B. beim CVJM Oberbarmen), als auch aus ihren vorherigen Tätigkeiten (beispielsweise bei der Stiftung SPI), kennt Beigeordnete Annette Berg die Themenfelder, die die Oberbarmer*innen und Wichlinghauser*innen bewegen. Außerdem sieht sie Kinderarmut im Viertel als eines der wichtigsten Themen, das in Angriff genommen werden müsse. Sie lud die Anwesenden ein, sie in die Einrichtungen einzuladen, damit sich ihre Eindrücke vor Ort verfestigen können.
Sozialer Zusammenhalt
Nicklas Grosch, der für gewöhnlich die Neuigkeiten aus der Städtebauförderung im Stadtteil mitteilt, ist derzeit in Elternzeit und wird bis Anfang September von Nalan Cicek vertreten. Sie ist in dieser Zeit auch für die Abrechnung der Verfügungsfondsprojekte zuständig.
Baumaßnahmen
Auf der Konferenz berichteten Wiebke Striemer und Lukas Meier über die Neuigkeiten zu den Baumaßnahmen.
Einweihung Spielplatz Allensteiner Straße
Für den Spielplatz in der Allensteiner Straße gibt es einen Termin zur Einweihung. Am 10.07. ab 14 Uhr findet ein kleines Fest direkt auf dem neuen Spielplatz statt, bei dem alle neuen Spielgeräte ausprobiert werden können. Einige Vereine aus dem Stadtteil treffen sich zu einem Vorbereitungstreffen am 11.06. ab 16 Uhr im Quartierbüro. Wer mitplanen möchte, ist herzlich eingeladen teilzunehmen.
Ursula-Lietz-Weg mit Mosaikbildern aus dem Stadtteil
Nachdem im Stadtteil zu Beginn des Jahres ca. 75 Mosaike gestaltet wurden, werden diese nach den Sommerferien an die Wände am Ursula-Lietz-Weg angebracht. Dazu finden Workshops am Wochenende vom 19./20. und 26./27. September jeweils von 9-18 Uhr statt. Die Baustelle vor Ort wir vorraussichtlich im Juni fertiggestellt, sodass der Weg ab dann wieder passiert werden kann. Nachbar*innen können sich neben dem Weg selbst über eine bessere Queerung zur Nordbahntrasse und neuer Beleuchtung an der Wegeverbindung freuen. Alles zusammen wir dann am 15.10. ab 16 Uhr eingeweiht.
Verfügungsfonds
Die nächsten Sitzungen des Verfügungsfonds finden am 15.09. und am 10.11. statt. Projektanträge für Ideen unter 1.000€ sind nicht an die großen Sitzungen des Beirates gebunden. Das Quartierbüro steht für Beratungen jederzeit zur Verfügung.
Aktuell werden einige Verfügungsfondsprojekte in Oberbarmen und Wichlinghausen umgesetzt. In einem kurzen Überblick wurden diese kurz vorgestellt. Zum nachlesen können Sie sich die Folien dazu hier noch einmal ansehen.

Neuigkeiten gibt es auch zu den Projekten Würfelglück 112 und Transitwerkstatt 112. Kati Trempler und Emma Lindemann berichteten den Anwesenden über die Entwicklungen zum Gebäude an der Berliner Straße 112. Aktuell kann es nicht mehr zwischengenutzt werden, weshalb die Projekte in den Räumlichkeiten der Färberei oder auch im Stadtraum stattfinden. Nachdem das große Bauvorhaben in der 112 umgesetzt wird, kann dieses Gebäude wieder vom Stadtteil genutzt werden.

Petra Wlecklik hat zum Thema Verfügungsfonds eine Idee mitgebracht. Mit ihrer Erfahrung der Umsetzung eines Verfügungsfondsprojektes möchte sie sich gerne mit anderen aus dem Stadtteil austauschen, um so die Erfahrungen zu teilen und gemeinsam daraus zu lernen. Wer noch Interesse an einem kollegialen Austausch hat, kann sich gerne bei Petra Wlecklik unter wlecklik[at]yahoo.de melden.
Quartiersküche
Seit der Stadtteilkonferenz im August 2025 ist bekannt, dass es Veränderungen auf der Nachbarschaftsetage des BOB CAMPUS geben wird. Einige Nutzer*innen, vor allem der Küche, haben sich zusammengesetzt und überlegt, wie die Küche weiterhin vom Stadtteil genutzt werden kann. Nun präsentierten Armin Dinn und Frank Grünberg wie es mit der Nachbarschaftsküche weitergeht.

Der Verein BOB Kulturwerk mietet die Küche ab dem 01.06. an und vermietet sie an Akteure aus dem Stadtteil weiter. Um das ganze zu bewerkstelligen, hat sich ein Küchenrat gebildet, der Mietende der Küche in Zukunft begleitet. Neu wird sein, dass man die Küche auch für private Veranstaltungen nutzen kann. Wer Interesse hat, findet alle Informationen zur Küchennutzung unter diesem Link. Die Präsentation zur Quartiersküche können Sie sich hier ansehen.
Markt der Möglichkeiten
Demokratiebus
Am Montag, den 31. August macht der DemokratieBus von 14-17 Uhr auf dem Berliner Platz in Oberbarmen Halt. Es wird kreative Mitmach-Aktionen zu Demokratie, Vielfalt und dem Miteinander im Quartier geben. Der SkF lud auf der Stadtteilkonferenz dazu ein, sich einzubringen. Wenn Sie auch eine Aktion machen wollen, können Sie gerne zum Planungstreffen am 23.06. von 16-18 Uhr im Stadtteilforum Langerfeld in der Heinrich-Böll-Straße 240 dazukommen. Überlegen Sie sich bis dahin, eine Idee und was sie dafür brauchen. Melden Sie sich unter: Jeannette.Trump@skf-bergischland.de an.
Refugio e.V.
Georgina Manfredi informierte die Anwesenden am Stand vor Refugio e.V. zum Projekt Redefluss. Hier treffen sich ältere Menschen aus dem Stadtteil einmal im Monat, um sich über stadtteilbezogene Themen auszutauschen. Mehr zum Verein erfahren Sie unter diesem Link.
Denk.Raum.Wiki
Heiko Schnickmann hat viele Titel: Nachbar, Lehrer, Historiker und Autor sind nur einige davon. Ab Juni veranstaltet er im Stadtteilzentrum Wiki einen „Treffpunkt für Kopf, Herz & Alltag“, bei dem es jedes Mal ein anderes Thema zum Diskutieren gibt. Den Start macht am 11.06 ab 18:30 Uhr ein Implus über „Medien und wie sie uns beeinflussen“. Mehr zur Veranstaltung können Sie sich gerne hier auf dem Plakat anschauen.
Besser Leben in Wichlinghausen
Sven Rentmeister von der Gruppe „Mobiles Wichlinghausen“, die sich nach dem Tag des Guten Lebens gebildet hat, lud ein, sich über Möglichkeiten zur Mobilität im Stadtteil auszutauschen. Im Fokus stehen Straßenzüge rund um den Görlitzer Platz. Aktuell werden Ideen ausgetauscht und Umsetzungsvorschläge entwickelt. Bald sollen diese auch gezeigt und diskutiert werden können. Wer Interesse hat mitzuwirken, kann sich gerne unter svenrentmeister01[at]gmail.com melden.
Trassentandem
Beate Hablitzel vom Verein alpha e.V. präsentierte an ihrem Stand das Trassentandem. Hier begleiten Ehrenamtliche Schüler*innen der 9. Klassen bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Bislang fand das Trassentandem an der Realschule Leimbach statt und wir nun auch an der Max-Planck-Realschule in Oberbarmen angeboten. Wenn Sie Interesse daran haben mitzumachen, melden Sie sich bei Beate Hablitzel unter: bhablitzel[at]alphaev.de
Learn Company
Das Nachhilfeinstitut Learn Company von der Berliner Straße nutzte die Stadtteilkonferenz, um über ihre Angebote für Schüler*innen zu informiren, die einen Nachhilfebedarf haben. Mehr zur Learn Company finden Sie unter diesem Link.
Nachbarschaftsprojekt
Jonas, Altrogge, Jasmin Mahmoud und Marie Kisters, drei Studierende von der Uni Wuppertal aus dem Masterstudiengang Public Interest Design, machen sich in den Sommermonaten auf, ein Nachbarschaftsprojekt im Stadtteil umzusetzen. Ihre Idee ist es, in einer Hausgemeinschaft über ein Projekt den Zusammenhalt zu stärken. Die Stadtteilkonferenzen nutzten die drei, um sich im Stadtteil bekannt zu machen und Kontakte im Quartier zu knüpfen.
Body Doubling
Ela Weingärtner von der Gruppe „Im Quadrat“ stellte die Idee des Body Doublings vor. Hier treffen sich Menschen mit Prokrastinationsproblemen, um gemeinsam ihre Belange zu erledigen. Denn zusammen klappt das meistens besser als alleine. Die Gruppe trifft sich zur Zeit einmal im Monat in der Nachbarschaftsetage des BOB CAMPUS. Mehr zum nächsten Body Doubling erfahren Sie hier.
Aufsuchende Jugendsozialarbeit
Als zwei neue Gesichter für die Straßen der Stadt präsentierten sich Frederik Schürhoff und Paul Rasch, die die aufsuchende Jugendsozialarbeit für die Stadt Wuppertal bestreiten. Sie arbeiten im gesamten Stadtgebiet, haben aber auch einen Fokus in Oberbarmen. Dabei stimmen Sie sich auch mit den Streetworkenden anderer Einrichtungen im Quartier ab. Wenn Sie mehr zum Streetwork wissen wollen, schauen Sie sich gerne diese Präsentation an.
Quartierbüro
Am Stand des Vierzwozwo Quartierbüros konnte man neben kleinen Taschen aus Bannern auch Werbematerialen für die anstehenden Veranstaltungen sowie den Quartierscomic und Saisonkalenden mitnehmen.
Die nächste Stadtteilkonferenz findet am 08.09. ebendalls ab 18 Uhr statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Das Quartierbüro erreichen Sie bis dahin unter info[at]vierzwozwo.de oder unten den hier zu findenden Telefonnummern.


































