Nach der Bewilligung des Projektes „Natur – Kreativ in der Pflanzbar“ im Verfügungsfondsbeirat der Sozialen Stadt Oberbarmen & Wichlinghausen im Juni diesen Jahres, ist ein erstes Projektvorhaben umgesetzt worden. Einige Frauen aus dem Stadtteil haben sich in der Pflanzbar auf dem Weg zum Glück begeben. Was sich dabei auf dem Weg für die Teilnehmerinnen ergeben hat, erzählt Frau Zehra Akinci vom SkF Bergisch Land.
Das ist ja mal gemütlich hier. Ein schöner nun barrierefreier Park ein paar Meter von der Schwarzbach entfernt. Dazu verschönert das Ambiente noch die Villa Halstenbach. Was? Das glaub ich ja nicht! Hier trafen sich kurz nach dem 2. Weltkrieg christliche Politiker*innen um die Gründung der späteren CDU auszumachen? Während Johannes Rau (8. Bundespräsident) hier im Krieg noch Unterricht bekam, war Gustav Heinemann (3. Bundespräsident), bei diesem Treffen mit dabei.
Wo die Langobardenstraße die Schwarzbach trifft wurde früher in der Luhnsfabrik ganz schön viel Seife produziert. Na klar, der größte Abschnitt des Geländes ist eher eine Ruine. Aber das muss ja nicht immer so bleiben. In ein Teil des alten Fabrikkomplexes ist das Jobcenter zu finden, im alten Verwaltungsgebäude an der Ecke zur Langobardenstraße entsteht gerade barrierefreies Wohnen. Mindestens bis man hier einziehen kann, ist hier zudem die AGORA zu Hause, ein Kollektiv von jungen Künstler*inenn die in Oberbarmen etwas bewegen wollen. Auch der Jugendmigrationsdienst im Quartier baut hier gerade Überseecontainer aus. Ein Stück weiter richtung Schwebebahn, nämlich gernau unter der Schwarzbachtrasse, führt ein Weg von der Schwarzbach zur Langobardenstraße hoch. Der ist nicht im besten Zustand soll in 2024 erneuert werden.
Hallo zusammen, wollt Ihr trainieren gehen? Ja klar, weiß ich wo das geht. Das ist hier direkt an der Trasse und an der Wittener Straße, die ist ja die Verlängerung der Schwarzbach. in dem roten Backsteingebäude. Was trainiert Ihr denn so? Kraft? Ausdauer? HIIT? Tabata? Core? Calisthenics? Wie, Ihr wisst nicht so genau?? Dann kommt mal mit, hier gibt’s auch Trainer, die mit Euch trainieren Das Gebäude ist ja fertig gebaut. Das Jugendzentrum steht. „mutig & stark“ heißt es und wird vom Sozialwerk der Credo Kirche mit Namen Ankerplatz betrieben. Wenn Ihr Bock auf Training habt und mal ein paar neue Leute kennenlernen wollt, dann kommt doch einfach mal vorbei.
Guten Tag, auch. Schöner kleiner Platz, oder? Wie finden Sie denn die bunten Skulpturen? Ja, die haben die hier Nachbarn zusammen mit einem Künstler gemacht. Die Gesamtschule war auch dabei. Die Leute vom Klingholzberg wollten einen Ort für zukünftige Veranstaltungen, Ausstellungen und gemeinsame Feiern schaffen. Ähnliches gilt für die Pflanzbar hier kann man Gärtnern und seinen grünen Daumen ausprobieren. Der SkF und das Stadtteilzentrum Langerfeld sind auch um die Ecke. Dieser neue Veranstaltungsort kann kostenfrei gemietet werden und steht dem Stadtteil zur Verfügung. Ein bisschen weiter die Heinrich Böll Straße runter findet man noch die Stadtmission mit dem „Haus für alle“ und das Jugendzentrum Heinrich Böll Straße mit einen klasse Spielplatz dabei.
Welche Straße hat schon eine eigene Trasse? Na klar, die Schwarzbach.
Wo gibt es alte Industiegebäude, die ein riesen Potential haben? Achso, in der Schwarzbach.
Wo gibt es beschauliche Kleingartenvereine? Emm, in der Schwarzbach.
Wer macht dein Auto wieder ganz? Die Schwarzbach?
Wo entsteht barrierefreier Wohnraum? Auch in der Schwarzbach?
Wer hat auch noch ne eigene Galerie? Ich gaube, die Antwort ist immer gleich.
Wo kann man mehr als eine Sprache sprechen? Hab verstanden. In der Schwarzbach.
Welche Straße gilt im Rest der Stadt trotzdem als Problem? Na gut. Kann man nochmal drüber nachdenken.
Auch für jeden ehemaligen Schüler der vielen Schulen im Umkreis, ist die Schwarzbach täglich präsent. Denn die Lehrer haben die Schwarzbach immer als Beispiel genommen für einen Kilometer. Und wenn man heute sich einen Kilometer vorstellt, hat man die Schwarzbach vor Augen.
Also ist die Schwarzbach so oder so ein gutes Beispiel…
Die bunten Stelen stehen nun auf der Hilgershöhe. Foto: SkF
„Wie könnte eine Erinnerungskultur eigentlich aussehen?“ Das fragten sich bereits 2018 viele aktive Menschen auf dem Klingholzberg / Hilgershöhe. Im Stadtteil wurde gemeinsam ein Antrag zur finanziellen Unterstützung dieser Idee gestellt. Die Gruppe bekam den Zuschlag und erhält seitdem Gelder für ihr Projekt aus dem lokalen Verfügungsfonds. Seit letztem Jahr konnte daher intensiv an den Plänen zu Erschaffung einer lebendigen Erinnerungskultur gearbeitet werden.
Er sei das wiederentdeckte Juwel des Stadtteils mit Entwicklungspotenziel. So bezeichnete Sozialdezernent Stefan Kühn den Halstenbach Park in Wichlinghausen bei der offiziellen Einweihung am 7. September. 205.000 Euro hat die Neugestaltung des Areals zwischen den Straßen Am Diek und Königsberger Straße gekostet. 80 Prozent davon kamen über das Förderprojekt „Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen“.
Die Styropor-Rohlinge wurden probeweise an ihrem zukünftigen Standort getestet.
Das Projekt „Erinnerungskultur“ wird langsam sichtbar: Auf der Grünfläche Hilgershöhe / Pater-Pire-Weg gegenüber der Siedlung Anne-Frank-Hof wurden nun die drei Styropor-Rohlinge zur Probe aufgestellt. Diese werden bald mit Bürger*innen und Schüler*innen der Gesamtschule Langerfeld gemeinsam mit Mosaiken gestaltet.
Das Projekt „Erinnerungskultur“ wird über den Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Oberbarmen / Wichlinghausen gefördert und dient der Erinnerung an diesen besonderen Ort (wie berichteten: https://vierzwozwo.de/2018/02/16/erinnerungskultur-nimmt-gestalt-an/#more-4423). Nun kamen der beauftragte Künstler Robert Kaller der Mosaikbauschule Robert Kaller aus Dortmund und die Mitglieder des Arbeitskreises Klingholzberg zusammen, um weitere Details zu besprechen: Die ca. 2,40m hohen und 1m breiten Rohlinge werden in Kürze 60cm tief in den Boden befestigt und mit Faserbeton überzogen. Neben Mosaiken wird auch ein Gedicht von Schalom Ben-Chorin angebracht, das er 1942 verfasste – dazu stimmte sich der Arbeitskreis ab, welche Steine und Schriftart hierfür verwendet werden soll. Man einigte sich schnell auf einen Anröchter Stein, auf den mittels Sandstrahltechnik das Gedicht aufgetragen wird. Künstler Robert Kaller unterstrich noch einmal den Effekt, den die Stelen auslösen sollen: „Man löst das Böse durch Bewegung auf.“ Nach den Sommerferien sollen dann in mehreren Werkstätten alle Interessierten die Gelegenheit haben, sich an der Gestaltung der Stelen zu beteiligen.
Die Gaststätte „Wuppertiger Instyle“ ist vielen Oberbarmer*innen als Schlagerhochburg bekannt. In der Gaststätte an der Langobardenstraße steht Inhaber Stefan Thölen nicht nur hinterm Tresen, sondern selbst auf der Bühne. Schlagerkollegen wie Peter Petrel treten regelmäßig hier auf. Jetzt gibt es im „Wuppertiger“ neben Speisen, Getränken und Musik auch Informationen zum Verfügungsfonds der „Sozialen Stadt Oberbarmen / Wichlinghausen“.
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